Work like a mom – Arbeitszeitmodelle für Mütter, die wirklich funktionieren

Von Teilzeit, über flexible Vollzeit bis hin zu zielorientiertem Arbeiten – funktioniert für uns Mütter davon eigentlich irgendetwas wirklich? Gehen Familie und Beruf auch zusammen, ohne sich als Mama komplett fertig zu machen? Oder andersrum das Gefühl zu haben, völlig den Anschluss zu verlieren? Gibt es das optimale Arbeitszeitmodell für Mütter überhaupt und welche Rolle spielen die Väter bei der ganzen Sache?

Ich bin mittlerweile seit knapp zwei Jahren eine Working Mom und beschäftige mich als Content-Managerin von Superheldin – der ersten Jobbörse für Mütter – auch beruflich mit dem Thema Vereinbarkeit. Seit Ende meiner Elternzeit bin ich geradezu obsessiv auf der Suche nach der einen Antwort. Wie lassen sich Job, Kinder und eigene Bedürfnisse ausgewogen in den Alltag integrieren? Können wir Mütter alles haben? Unsere Kinder aufwachsen sehen, finanziell unabhängig sein und uns selbst verwirklichen. So richtig glücklich und angekommen sein in unserer Vereinbarkeit? Und zwar so, dass wir später mal nichts bereuen müssen. Oder bedeutet „Vereinbarkeit“ vor allem eins: Opfer bringen?

Die gute Nachricht: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist noch nicht zu Ende gedacht. Wir können sie noch mitgestalten. Wege finden. Kreativ sein. Kämpfen – für uns und unsere Familien. Denn unsere Kinder brauchen uns. Die Mamas und die Papas. Mit welchen Arbeitszeitmodellen echte Vereinbarkeit möglich sein kann, möchte ich euch jetzt zeigen.

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Vollzeitnahe Teilzeit für beide Elternteile

Auch als moderne Frau ist mir das Modell der partnerschaftlichen Arbeitszeitkonstellation ehrlich gesagt nie proaktiv in den Sinn gekommen. Diese Möglichkeit existierte in meinem Kopf schlichtweg nicht. Bis ich innerhalb weniger Wochen gleich zweimal damit in Berührung kam.

Zum ersten Mal, als ich für Superheldin mit einer Mutter in einer Führungsposition sprach, die davon berichtete, dass sie und ihr Partner beide 80% arbeiteten und sich so alle Aufgaben gleichberechtigt aufteilten. Beide machten Karriere, kümmerten sich um die Kinder und schmissen den Haushalt. (Zum Interview)

Kurz danach las ich in der EMOTION ein Interview der Mercedes-Benz Kommunikationschefin Bettina Fetzer, die sich und ihren Mann als „Working Parents“ bezeichnete und meinte, Vollzeit bedeute nicht bis 20 Uhr im Büro zu sitzen, sondern sich zuzutrauen, den Job in der Präsenzzeit zu machen.

Laut „bmfsfj“ wünschen sich erwerbstätige Väter vor allem mehr Zeit für ihre Kinder, während Mütter aktuell gerne mehr Zeit für die Karriere hätten. Ist Doppelte Teilzeit also das perfekte Arbeitsmodell für Eltern, die sich sowohl finanziell als auch familiär als gleichberechtigtes Paar verstehen?

„Die Vorteile einer partnerschaftlichen Arbeitszeitkonstellation, in der beide Eltern vollzeitnah erwerbstätig sind, liegen in der Unterstützung einer langfristigen Integration beider Eltern in den Arbeitsmarkt, der Absicherung der Familie über zwei (stärker gleichwertige) Einkommen sowie der Erhöhung der Altersrenten von Frauen. Aus Sicht vieler Paare sind Familien dann am besten abgesichert, wenn beide Eltern beruflich gut und erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert sind. Zusätzlich fördert ein solches Konzept die Beteiligung von Vätern an Kinderbetreuung und Hausarbeit gleich von Anfang an. So übernehmen Väter mit verkürzter Vollzeit häufiger die Hälfte der Betreuungsaufgaben in der Familie (oder noch mehr) als Väter mit 40 oder mehr Wochenstunden.“ – Quelle: www.bmfsfj.de

Ganz offensichtlich ist es also möglich, Familie und Beruf fair zwischen Mutter und Vater aufzuteilen. Einzige Voraussetzung, aus meiner Sicht: Equal Pay! Beide Elternteile sollten annähernd gleich viel verdienen, damit die doppelte vollzeitnahe Teilzeit auch wirtschaftlich Sinn macht. Sollte das nicht der Fall sein, fordert am besten schon vor dem ersten Kind eine Gehaltserhöhung um 21% ;).

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Flexible Arbeitszeiten

Egal, ob Teilzeit, Vollzeit oder irgendwas dazwischen. Mit ein wenig Flexibilität seitens des Arbeitsgebers, sind berufliche und familiäre Pflichten gleich viel leichter zu bewältigen. Eigentlich hat der Tag ja auch genug Stunden, um sowohl die Kids zu versorgen, als auch seinen Tätigkeiten im Job nachzukommen. Warum starre Kernarbeitszeiten, wenn sich viele Aufgaben doch auch uhrzeitunabhängig erledigen lassen? Flexible Arbeitszeiten erleichtern es Müttern, ihren Job mit den Bring- und Holzeiten von KITA und Schule, Betreuungszeiten am Nachmittag und unvorhersehbaren Ereignissen zu vereinbaren.

Teilzeitfalle bei Frauen? Mit flexiblen Arbeitszeiten endlich Geschichte. Immerhin möchten ganze 2/3 aller in Teilzeit beschäftigten Mütter eigentlich viel lieber in erweiterter Teilzeit oder sogar in Vollzeit arbeiten.

Die Arbeit trotz Kind in ein viel zu enges Zeitkorsett zu pressen, kann für Mütter extrem stressig sein. Dadurch haben sie ständig das Gefühl zu versagen. Sowohl als Mitarbeiterin, als auch als Mutter. Viele Präsenztermine werden ohnehin nicht effizient genutzt, sondern mit sinnlosen Meetings verplempert. Teilweise bis spät nachmittags. Ergebnisse? Fehlanzeige! Meist geht es nur darum, da zu sein. Aus Prinzip, da man ja bezahlt wird.

In vielen Fällen reicht es schon, wenn Unternehmen Gleitzeit anbieten. Wesentlich leichter in den Alltag mit Kindern zu integrieren ist für Mütter aber die sogenannte Funktionszeit. Sprich: Zielorientiertes Arbeiten. Wann die Aufgaben erledigt werden, ist nicht von Bedeutung. So ist es möglich, beispielsweise nachmittags bei den Kindern zu sein und die Arbeit abends, nachdem sie im Bett sind, wieder aufzunehmen.

„Flexible Arbeitsarrangements können die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit außerberuflichen Tätigkeiten erleichtern. Gleitzeit, völlig selbstbestimmte Arbeitszeiten und Homeoffice können Beschäftigten mehr Autonomie geben und somit

die Möglichkeit, ihre Erwerbsarbeit an ihr Familienleben anzupassen. Flexible Arbeitsarrangements sind daher vor allem für Eltern zentral, die sich tagtäglich der Herausforderung gegenübersehen, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Eltern wollen und brauchen jedoch nicht nur Zeit für Sorgearbeit, also für Kinderbetreuung, Haushalt, Einkauf und Kochen – sie brauchen auch arbeitsfreie Stunden und Tage, um sich zu erholen und gesund zu bleiben. Kommen Freizeitaktivitäten und Schlaf zu kurz, können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer permanenten Stress schlechter abbauen, vor allem wenn sie mit Erwerbs- und Familienarbeit doppelt belastet sind.“ – Quelle: www.boeckler.de / WSI Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut – Yvonne Lott

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Teilzeit

69 Prozent aller Mütter arbeiten in Teilzeit. Irgendwie macht das ja auch Sinn, wenn der Partner seinen Job weiterhin in Vollzeit ausübt. Denn wenn man ehrlich ist: der Tag hat nur 24 Stunden, die meisten Betreuungseinrichtungen schließen nachmittags und es ist ja auch schön und gesund, wenn mal wer aus der Familie Zuhause ist. Um mal wieder politisch inkorrekt zu sein – ich glaube, dass die meisten Frauen das auch möchten. Für ihre Kinder da sein. Sie versorgen, bekochen und zu ihren Hobbies fahren. Was hätte ich für so eine Teilzeitmutti getan, die nach der Schule auf mich gewartet hätte. Was würde ich geben, um so eine Mutter zu sein! Ganz im Ernst. Bei allen Herausforderungen und Problematiken, die dieses Arbeitsmodell mit sich bringt – Familie bedeutet nicht, Kinder zu bekommen und sie dann extern wegzugeben, damit man dem „Steuersystem“ nutzt. Zumindest sehe ich das so. Nichtsdestotrotz, Teilzeitmamas zahlen einen hohen Preis, um halbtags bei ihren Kindern zu sein. Denn sie erwirtschaften im Laufe ihres Lebens 50 Prozent weniger Einkommen und sind stark von Altersarmut bedroht. So wichtig der Beruf des Mamaseins für unsere Familien auch ist – und das ist er – so ist er doch unbezahlt und sichert einem als Frau kaum Rentenanteile.

Dazu kommt, dass Mütter, die nach der Elternzeit Teilzeit in ihren alten Job zurückkehren, meist nur auf dem Papier merklich weniger arbeiten. In Wirklichkeit machen sich die wenigsten Unternehmen ernsthaft Gedanken um eine Neuverteilung der Aufgaben. Häufig steht bei gleichgebliebenem Arbeitspensum allerdings nur noch die Hälfte an Vergütung auf dem Gehaltszettel. Auch der permanente Zeitdruck stresst. Kinder fertig machen, wegbringen, in der Arbeit Höchstleistungen bringen, die Kids wieder abholen, sie bespaßen und sich auch sonst um allen privaten Kram kümmern. Mütter, die in Teilzeit arbeiten, sind besonders Burn-out-gefährdet.

Spiegel Online titelt etwa „Gesundheitsrisiko Mutterschaft – Kinder, Küche und Karriere: Immer mehr Mütter brechen unter der Last ihres Alltags zusammen. Sie entwickeln Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen.“ (Quelle: spiegel.de) Auf der Website des Müttergenesungswerks sind folgende Zeilen zu lesen: „Ständiger Zeitdruck, die berufliche Anforderung und mangelnde Anerkennung sind die TOP 3 der Belastungsfaktoren, die die Mütter in den Kurmaßnahmen selbst benennen. Die Zahl der Mütter mit Erschöpfungssyndrom bis hin zum Burn out ist in den letzten 10 Jahren um 37 Prozentpunkte gestiegen.“

Teilzeit mag für Außenstehende nach Easypeasy-Larifari klingen. Und vielleicht auch für viele Neumamas. Nach dem perfekten Deal für Normalo-Eltern. Der ultimativen Balance. Viele Erfahrungsberichte sprechen eine andere Sprache. Und auch die zunehmende Zahl an Renterninnen, die öffentlich Flaschen sammeln.

75 Prozent der verheirateten Frauen haben nur geringe eigene Altersbezüge von nicht einmal 900 Euro im Monat. (Quelle: zeit.de) Teilzeitarbeit bedeutet also auch Teilzeitrente. Wir Frauen verlassen uns bei der Altersvorsorge zu sehr auf unsere Partner. Das ist riskant. Denn wenn die Ehe zerbricht, ist es schnell aus mit der Gemeinschaft. So nennt die YouGov-Befragung als Ursachen für Altersarmut bei Frauen: Trennung/Scheidung (24 Prozent), keine oder unzureichende private Altersvorsorge (22 Prozent) und Tod des Partners/Ehemanns (19 Prozent). (Quelle: presseportal.de) Na, Prost-Mahlzeit. Wie sehr Teilzeitarbeit uns Mütter benachteiligen kann, dürfte den wenigsten von uns wirklich ausreichend bewusst sein. Zumindest ging es mir noch bis vor Kurzem so.

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Langzeitarbeit

Langzeitarbeitskonten. Kannte ich, um ehrlich zu sein, vor meiner Zeit als „Superheldin“ nicht. Nie gehört. Vielleicht, weil ich nie in einem Konzern gearbeitet habe oder langjähriges Mitglied einer Stammbelegschaft war. Aber hey, mit achtundzwanzig Jahren muss man auch noch nicht das Leben einer Hundertjährigen gelebt haben. Finde ich.

Vor allem für Eltern sind Langzeitarbeitskonten eine tolle Sache. Dabei zahlt man in Hochphasen mit Mehrarbeit auf sein Zeitkonto ein, um sich später längere Auszeiten bei gleichbleibender Bezahlung zu nehmen. Etwa, während der KITA-Eingewöhnung oder wenn die Kinder einen mal mehr brauchen als sonst. Auch für Väter ist dieses Arbeitszeitmodell interessant, um im Laufe des Arbeitslebens mehr aktive Zeit mit seinen Kindern verbringen zu können, als der normale Durchschnittsvater in Vollzeit.

Als Mutter weiß ich: manchmal läuft es eben nicht wie gewünscht. Phasen und Schübe drücken sich die Klinke in die Hand. Oft macht man nachts gefühlt monatelang kein Auge zu. Die Kinder sind anhänglich, brauchen einen, haben die Mamaphase. Wollen nicht vom Papa ins Bett gebracht werden. Kosten einen den letzten Nerv und werden dann auch noch krank. Diese Zeiten gibt es.

Und dann ist wieder monatelang alles bestens und der Fokus kann mehr auf die Karriere gelegt werden.

„Im Laufe des Lebens haben Menschen zu verschiedenen Zeiten verschiedene Bedürfnisse. Ein junger Berufsanfänger ohne Familie hat vielleicht kein Problem damit, die ein oder andere Überstunde zu machen; junge Väter und Mütter hingegen würden gern ein paar Jahre lang nur 20 Stunden pro Woche arbeiten. Sind die Kinder größer, ist wieder mehr Zeit für die Arbeit – bis die eigenen Eltern hilfsbedürftig werden und mehr Aufmerksamkeit verlangen. Die Erwerbszeit an diese Lebensphasen anzupassen, ohne in Auszeiten auf das Gehalt verzichten zu müssen – für Arbeitnehmer ist das eine attraktive Vorstellung.

In der Theorie ist die Idee von Langzeitarbeitskonten auch faszinierend einfach: Beschäftigte arbeiten in bestimmten Lebensphasen mehr und sparen Zeit auf einem Konto an. Später können sie auf dieses Konto bei Bedarf zurückgreifen und die vorgearbeitete Zeit für sich nutzen. Das Einkommen ist in beiden Phasen gleich, der Arbeitsplatz bleibt voll erhalten.

Das Langzeitkonto schafft ein anderes Selbstverständnis für Auszeiten. Ein Mitarbeiter verfügt eigenständig über sein Zeitbudget und kann in Absprache mit seinen Kollegen guten Gewissens seine Auszeit planen. Er hat sich die freie Zeit ja verdient. Zum Beispiel indem er an einem Projekt mit vielen Überstunden gearbeitet hat. Anstatt sich diese auszahlen zu lassen, hat er sie auf sein Konto gelegt. In einigen Jahren sammeln sich so ein paar Monate an.“ (Quelle: zeit.de)

Allerdings bieten bisher nur zwei Prozent aller Unternehmen das Privileg des Langzeitarbeitskontos an. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung herausgefunden. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer heutzutage nur durchschnittlich nur 3 – 5 Jahre in Unternehmen beschäftigt sind. Wie früher ein Leben lang bei derselben Firma arbeiten? Heutzutage eher unrealistisch. Daher ist Langzeitarbeit zwar grundsätzlich ein tolles Entgegenkommen von großen Betrieben, im Arbeitsalltag der meisten Mütter und Väter ist sie jedoch noch nicht die Regel. Schade eigentlich.

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Jobsharing

Jobsharing wird oft als das „coolere Teilzeitmodell“ bezeichnet. Warum? Weil knapp 40 Prozent der in klassischer Teilzeit arbeitenden Frauen für ihren Job eigentlich formal überqualifiziert sind. Anspruchsvolle Tätigkeiten und Aufstiegschancen? In den meisten Unternehmen nur in Vollzeit möglich. Wer „nur“ eine Teilzeitstelle besetzt, wird trotz herausragender Qualifikationen hierzulande meist weder wahr- noch ernstgenommen. Denn während der ganz normale Wahnsinn im Büro nachmittags weitergeht, sind die Muttis schon weg. Sie nehmen nicht mehr an Meetings teil, beantworten keine Mails mehr und beteiligen sich nicht an der Bewältigung spontaner Krisen. Kurz: Teilzeitmitarbeiter sind nur halb so wertvoll für Unternehmen, weil sie nur halb so lange anwesend sind.

Die Lösung: Jobsharing! Also eine Vollzeitstelle, die sich von zwei Mitarbeitern geteilt wird. Das können zwei Mütter sein. Eine Mutter und ein Rentner. Ein Startup-Gründer und ein Werkstudent. Die Möglichkeiten der Personalbesetzung sind beim Jobsharing nahezu unendlich. Die Vorteile für Unternehmen liegen klar auf der Hand: Der Arbeitsplatz ist Vollzeit besetzt. Allein die Person, die für die Aufgaben zuständig ist, wechselt.

Gerade in Führungspositionen könnten Topsharing-Modelle endlich Chancengleichheit für qualifizierte Mütter schaffen und eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.

Wie ein Job-Tandem zeitlich unter den Mitarbeitern aufgeteilt wird, muss individuell besprochen werden und hängt ganz von den Beteiligten selbst ab.

Bei Daimler gibt es beispielsweise über 250 „Jobsharer“ auf Führungsebene – Tendenz steigend. Am Firmenblog sprechen die Jobsharer über ihre ganz persönlichen Erfolgsfaktoren:

Diese drei Faktoren sind nach unserer Erfahrung nicht zu unterschätzen:

„Kompromissbereitschaft: Statt „Jahrmarkt der Eitelkeiten“

Es gibt ja den Spruch „There is no ,I‘ in team“ – im Tandem auch nicht. Wichtige Entscheidungen treffen wir gemeinsam – im Dialog, pragmatisch und uneitel. Dazu gehört auch, sich selbst zurückzunehmen und Kompromisse zu finden, statt nach dem Motto „Es kann nur eine/n geben“ zu agieren. Jobsharing heißt: Geben UND Nehmen.

Gemeinsamer Nenner: Diversity ist gut, zu viel Diverses ist schwierig

Man sollte im Tandem ähnliche Ambitionen haben: Wenn der eine Teil mit Vollgas Karriere machen will und der andere im Standgas unterwegs ist, stellen wir uns das schwierig vor. Es hilft auch, beim Führungsverständnis einen gemeinsamen Nenner zu haben: Ein Hierarch alter Schule und einen „Laissez-faire“-Verfechter werden gemeinsam nicht glücklich. Und das Team auch nicht.

Vertrauen: Nichts für Kontrollfreaks

„Vertrauen ist der Anfang von allem“ – das hört sich nicht nur in der Bankwerbung gut an, sondern gilt auch im Tandem. Kristin wurde im Bewerbungs-Gespräch gefragt: „Was dürfte Ihre Tandempartnerin auf gar keinen Fall machen?“ Ihre Antwort: „Mir nicht die Wahrheit sagen.“ So banal das klingen mag: Mangelnde Aufrichtigkeit oder bewusst vorenthaltene Informationen sind Gift für eine Tandembeziehung. Jobsharing bedeutet, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, aber gleichzeitig nicht zu 100 Prozent die Kontrolle zu haben. Wenn man nicht im Dienst ist, muss man der Partnerin vertrauen können – schon den eigenen Nerven zuliebe.“ (Quelle: blog.daimler.com)

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Neben der klassischen Teilzeit gibt es viele zukunftsträchtige New-Work-Modelle für Mütter, die funktionieren und eine echte Vereinbarkeit von Kind und Karriere möglich machen. Vor allem Konzerne haben verstanden, wie eine familienfreundliche Unternehmenskultur aussehen kann und gehen mit gutem Beispiel voran. Dennoch wird uns Mamas niemand die perfekte Vereinbarkeit auf dem Silbertablett servieren. Wir müssen sie schon selbst einfordern. Dafür kämpfen. Uns den Mund fusselig reden. Kreativ werden. Klar formulieren, was wir uns als Working Moms vorstellen und trauen, diesen Weg als eine der ersten auch tatsächlich zu gehen …

Eure Jana Nibe

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